2012-12-09

kraftlos

Ich bin sprachlos, doch in meinem Kopf sind Worte. Sie werden gewogen, wenn ich alle aussprechen würde, wäre es zu viel.
Das Schwerste, das Wichtigste, bleibt in mir. Ich will niemandem Angst machen mit meinen düsteren Worten.
Ich lasse nur die leichten Worte raus. Leicht wie Atem tanzen sie mit der Luft. Sie verstecken meinen Schwermut und lassen mich glücklich aussehen.
Sie verdecken meine Komplexe und Schwächen.
Ich schaffe es die Leute denken zu lassen, ich sei stark.
Dabei bin ich von einem ständigen Nebel umgeben. Ich habe keine Kraft, den Stift festzuhalten, wenn ich in der Schule schreibe, tue es aber trotzdem.
Dadurch werde ich noch schwächer.
Ich ertrinke langsam. Und keiner kann mich retten.

Ich verschließe all meine Türen und Fenster und lasse niemanden rein, in der Hoffnung, dass du irgendwann einbrichst. Aber du tust es nicht. Du bleibst aus.
Und die Blöße ein Mensch zu sein lässt mich nicht schlafen.
Es ist so unendlich peinlich ein Teil dieser Art zu sein. Ein Teil derer, die die Welt zerstören und es nicht wahrhaben wollen.
Ich hasse die Menschheit. Ich hasse die Menschheit.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

„The words were caught in my mind like in a golden cage, until someone opened the door and set them free.“