Der Schatten der Nacht hat noch immer den Arm um meine Schulter gelegt.
Seine langen, dünnen Finger drücken meine Augen wieder zu, drücken meinen Körper zurück in die Kissen.
Man schickt mich zurück in die Stille des Schlafes und ich bin einen Moment lang willig mich fallen zu lassen.
Ich will nicht in die kalte Welt da draußen, will einfach hier liegen und mich nicht bewegen.
Ich will mich nicht aus der warmen Decke schälen müssen und mich der rauen Realität hingeben.
Ich will fliehen, keine Verpflichtungen mehr haben.
Allein die Tatsache, dass ich aufstehen MUSS macht mich schon wieder müde.
Meine Gedanken schlagen Räder und fahren Karussell. In meinem Kopf passiert einiges, das fast niemand erfahren wird.
Das einzige was nicht passiert ist Konzentration.
Ich habe keine Ahnung, was der Lehrer an die Tafel schreibt. Und ich will es auch nicht wissen. Draußen sieht der Schnee so wunderschön aus.
Ich wünschte ich könnte ihn berühren, seine Kälte in meine Fingerspitzen aufnehmen.
Ich wünschte ich könnte einfach gehen und mich im Schnee kugeln, als wäre ich ein kleines Kind.
Die Müdigkeit zieht mich aus und wirft mich ins Bett, wie einen nutzlosen, alten Lappen.
Sie deckt mich zu und die Nacht kehrt zurück aus ihrem Schlaf an dem ich nicht teilhaben durfte.
Sie pustet mir in die Augen, lässt mich schläfrig werden.
Klappt meine Augenlieder zu und entspannt meine Muskeln.
Dann werfen sie mich in ein Loch. Die Müdigkeit, die Nacht und der Schlaf. Sie packen mich an Beinen und Armen und werfen mich in ein riesiges dunkles Loch. Und ich falle, falle, falle.
Aber samtene schwarze Tücher fangen mich auf.
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„The words were caught in my mind like in a golden cage, until someone opened the door and set them free.“