ca. 17.00
„Scheiße, warum hab ich denn mein Geld liegen lassen? Das waren 90 €! Davon hätte ich dir irgendwas beeindruckendes kaufen können.“ Das ist mir ein bisschen peinlich, vorallem weil ich nicht weiß, ob er es ernst meint oder nicht.
Wir gehen in den nächsten Laden und er sagt, ich solle etwas für ihn aussuchen.
Ich greife in ein Regal und halte ihm ein T-Shirt hin. Irgendeins habe ich gegriffen.
„Nee, das ist zu teuer. Ich hab ja nur 20.“ Ich verdrehe die Augen, denn es nervt mich ein bisschen, dass er sich nicht entscheiden kann. „Ich leih dir die 5 € für das T-Shirt, okay?“
Er lächelt. Ich weiß ja noch nicht mal, ob ihm das Shirt, das ich aus dem Regal gerissen habe, überhaupt gefällt. „Aber wir sehen uns so selten! Wann soll ich dir das dann wiedergeben?“ Ich zucke mit den Schultern. Eigentlich würde ich ihn gerne noch mal wieder treffen. Ich halte ihm den Schein hin. „Das bedeutet also, du willst mich wiedersehen?“ Jetzt lacht er und es ist mir ein bisschen peinlich. Wenn uns jemand zuhört! Ich nicke, lache, damit er merkt, dass ich es für eine Art Witz halte, was auch immer es ist.
Er nimmt die fünf Euro und geht zur Kasse. Sagt mir, ich solle mitkommen. Und ich komme mit.
die Kassiererin braucht ewig.
Oh Gott, sie denkt bestimmt wir sind ein Paar. Wie sie mich die ganze Zeit ansieht.
Und wie er sie ansieht.
Sie ist sehr hübsch.
„Dann müssen wir uns bald treffen! Ich will dich ja nicht um diese 5 € betrügen!“, sagt er, als wir den Laden verlassen.
Ist das alles Absicht?
Ich hoffe, er verliebt sich nicht wieder in mich.
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„The words were caught in my mind like in a golden cage, until someone opened the door and set them free.“