2013-02-04

Durchatmen

Schultern gerade,
Kinn gen Himmel.
Habe mir versprochen
stark zu sein.
Luft in die Lunge,
kalt und doch zu warm.
Ich explodiere,
Gedanken sind Sprengstoff.

Große Schritte,
wehendes Haar.
Stelle mir vor,
ich sähe aus wie eine wilde Göttin.
Ungestüm, wie die See.
Rau wie die Felsen.
Ungenießbar begehrenswert.
Doch das bin ich nicht.

Slow Motion.
Alles sieht mich an.
Oder bilde ich mir das ein?
Existieren diese Blicke?
Die mich überall anfassen,
wie eine Puppe.
Pieksen mir in den Bauch.
Stechen in meine Rippen.
Streichen über meine Wangen
und meine Lippen.

In meinem Kopf
ein Brei aus Gedanken und Musik.
Im Takt 
meiner aufbrausenden Schritte.
Die Luft nimmt mich auf,
es ist fast wie schweben.
Nur einsamer.
Kälter.



1 Kommentar:

  1. Es ist mir wirklich ein Rätsel wie ein Mensch, der imstande ist so etwas zu schreiben, mich als einen großen Poeten bezeichnen kann. Ich glaube, du kommst einer Göttin, wie du sie beschriebst, näher als dir bewusst ist, denn dein Wesen entspricht diesem Bild absolut und das strahlst du vermutlich auch aus.

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„The words were caught in my mind like in a golden cage, until someone opened the door and set them free.“