2013-02-12

Es fühlt sich an wie aus einem anderen Leben

Ich habe in einem Notizbuch ein Gedicht gefunden, dass ich vor einiger Zeit über das Selbstverletzten geschrieben habe.
Das war komisch. Denn die Zeit in meinem Leben, die so dunkel war, kommt mir vor, als wäre es Ewigkeiten her.
Das Gedicht ist in Englisch. Darum nicht so gut, denn ich beherrsche diese Sprache nicht so gut, als das ich zwischen den Silben tanzen könnte.
Es handelt vom ersten Mal schneiden.

The night took my virginity.
I´m not sure

Did I agreed?
Have I been raped?

I don´t see any dark bruises
On my arms or legs.

But there are scars,
Like a map of pain on my skin.

My lungs hurt
When I try to breath.

It smells like murdered daisies-
The Night.

It feels like being empty.
It tastes bitter. Bittersweet. 

Like the salt
You brought from the sea.

Where the darkness kissed
The horizon.

And I wanted to die
As an offer to the ocean.

But instead
I cut me off-

I cut me open,
Hoping that the light will shine

From under my skin.


Wenn ich es jetzt lese, kann ich nicht glauben, dass es von mir ist. Ich weiß auch nicht. Es fühlt sich so fremd an.
Als wäre es nicht meine Geschichte, die ich mit mir herumtrage. 



1 Kommentar:

  1. Der einzige Fehler, der mir auffiel, ist, dass du das Partizip der Vergangenheit von "agree" verwendetest, obwohl das Hilfsverb eine Form von "do" und nicht von "have" war. Es ist also nur ein einziger Buchstabe, der verrät, dass Englisch nicht deine Muttersprache ist. Davon abgesehen ist es ein unglaublich gutes Gedicht, das ich trotz seines traurigen Inhalts wunderschön finde. Ich beneide dich um die Fähigkeit, auf Englisch so etwas zu schreiben und ich bin sehr froh darüber, dass solche düsteren Gedanken dir inzwischen fremd sind.

    AntwortenLöschen

„The words were caught in my mind like in a golden cage, until someone opened the door and set them free.“