2012-11-26

Wer bin ich?

Ich sehe mein Spiegelbild. Leere Augen, blasse Haut.
Bin das wirklich ich?
Wenn ich in der Schule bin kann ich mir nicht vorstellen, dass das Mädchen, das gestern Abend noch von Heulkrämpfen geschüttelt mit der Klinge in der Hand auf dem Bett saß, wirklich ich bin.
Und wenn ich dann Abends im Bett liege und die Albträume mich nicht schlafen lassen, kann ich nicht glauben, dass ich es schaffe jeden Tag in der Schule meine Maske so aufrecht zu erhalten. Ich habe mittlerweile gelernt mich so zu verstecken, dass ich mir selber die Rolle abkaufe, die ich spiele.


Jeden Tag verändert sich mein Inneres. Gestern noch konnte ich mich kaum beim Mittagessen zusammenreißen nicht los zu heulen, weil ich ihn so vermisst habe, heute fühle ich mich völlig leer, ausgelaugt.  Ich weiß gar nicht was ich noch schreiben soll, mir geht´s scheiße.

Ich könnte ausrasten und weiß nicht warum. Ich will einfach alles zerknüllen, zerreißen, verbrennen. Am liebsten auch mich selbst. Mir tut alles weh und trotzdem fühlt sich alles so unecht an. Ich nehme alles wie durch Plastikfolie war und ich ersticke langsam in ihr.


1 Kommentar:

„The words were caught in my mind like in a golden cage, until someone opened the door and set them free.“