2013-01-28

Blutige Gewänder der Zeit



Ist es oder ist es nicht
Unbefleckt von Blut?
Ist es nicht, bleibt es nicht
Mit den Jahren kommt das Rot.

Rot wie rasender Schmerz
Pochendes hässliches Leid
Verbrennt das gute Herz
Pflanzt Hass und Tod und Neid

Brennende Meere
aus Salz und Blut
Sterbende Heere
Sterbender Mut

Ist es nicht, färbt es Leinen
Ist es schon, stinkt´s nach Tod
Wirst du warten, wirst du bleiben?
Wartest du auf das grässliche Rot?









Zeit ist etwas seltsames.
Man hat fast schon den Eindruck, sie entscheidet selbst, wie schnell sie vergeht.
Aber will Zeit im Endeffekt nich nur eins? Töten?
Will sie uns nicht alle bluten sehen, am Boden oder tiefer?
Wenn sie uns schmeichelt, dann nur damit der nächste schöne Moment mehr wehtut, wegen seiner Vergänglichkeit.
Es ist doch als würde sie uns ärgern wollen, quält uns, drückt uns tiefer in den Sand, bis wir ersticken.

1 Kommentar:

  1. Oh ja, die Zeit ist grausam. Wir mögen zwar in der Lage sein, sie nach Belieben mit Schönem oder Unschönem anzufüllen; geben uns so der Illusion hin, letztlich doch die Macht über sie zu haben und sie lässt uns auch in diesem Glauben, aber desto triumphaler ist ihr Hohngelächter, wenn wir ihre unerreichbare Überlegenheit eines Tages erkennen müssen.

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„The words were caught in my mind like in a golden cage, until someone opened the door and set them free.“