2013-01-09

Regen

Ich steh im Regen.
Er kitzelt mein Gesicht.
Winzige Finger auf meiner Haut.
In meinem Nacken verbünden sich Wind und Regen.
Wasser und Luft.
Ein Spiel der Elemente, ein Spiel der Lust.
Wie ein junges Paar, tanzen sie um mich herum und versuchen die Welt auszublenden. 
Naiv stürzen sie sich vom Himmel um kurz darauf hart am Boden abzuprallen.
Durchnässen mich, lüften meine müden Gedanken.
Der Wind streichelt meinen Körper, während der Regen meinen Nacken küsst, mich seinen kalten Atem spüren lässt.
Ich stelle mir vor ich könnte mit ihnen davonfliegen. Mich in Luft und Wasser verwandeln und an ihrem verliebten Tanz teilnehmen.
Doch würden sie mich aufnehmen?




1 Kommentar:

  1. Und du verwandelst dich. Du wirst leichter, deine Konturen luftiger, der Schatten hinter dir immer kleiner.
    Schwebend wird dein Bewusstsein immer klarer, immer erfrischender, du tauchst ab - in dir.
    Neben dir und über dir, unter dir und hinter dir - überall siehst du deinesgleichen; Regentropfen und kleine Luftströme, Söhne und Töchter der Wolken und des Windes. Ihr lächelt euch an, ihr kommt aufeinander zu, ihr streift euch. Und werdet eins.
    Haltet euch fest, lasst euch nicht mehr los. Fallt durch die Luft. In der Gewissheit, niemals allein zu sein.
    __________

    sehr inspirierend! (Y)

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„The words were caught in my mind like in a golden cage, until someone opened the door and set them free.“